Johann Kresnik ist wieder da! Kresnik entwickelte seine bahnbrechende Idee eines modernen choreografischen Theaters von 1979 bis 1989 als Ballettdirektor am Theater Heidelberg. Jetzt, nach über 20 Jahren, kehrt er zurück – mit einer Inszenierung, die Schauspiel und Tanz, bildende Kunst und Musik verbindet zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk: Sammlung Prinzhorn über den Arzt und Kunsthistoriker Hans Prinzhorn.
Prinzhorn kam in den 20er Jahren an die Psychiatrische Klinik der Universität Heidelberg. Hier sammelte er über 5.000 künstlerische Arbeiten von Patienten psychiatrischer Anstalten in ganz Europa. Die Sammlung sollte schon damals zu einem Museum ausgebaut werden und die Bedeutung der Kunst psychisch kranker Menschen dokumentieren. Stattdessen wurde sie 1938 in der NS-Ausstellung »Entartete Kunst« gegen die Kunst der Moderne instrumentalisiert und geriet nach dem Zweiten Weltkrieg in Vergessenheit. Erst von 1980 an wurde die Sammlung restauriert, katalogisiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – unter Mitarbeit von Johann Kresnik.
Rahmenprogramm zu Sammlung Prinzhorn
Am 7. Februar um 19.30 Uhr eröffnete die Heidelberger Stadtbücherei ihre Schau »Johann Kresnik - Die Heidelberger Jahre 1979-1989« mit Originalzeichnungen und Fotodokumentationen seines choreografischen Theaters. Die Ausstellung läuft noch bis 21. April 2012.
Foto: Stefan Kresin
staatlich anerkannte Berufsfachschule für Schauspiel und Regie in Baden-Württemberg
Montag, 16. April 2012
Donnerstag, 12. April 2012
Pressestimme zur Abschlussinszenierung der Schauspielschule Mannheim
In Schönheit stirbt das Ich
Marius von Mayenburgs „Der Hässliche“ als Aufführung der Theaterakademie in Mannheim
Für seine Abschluss-Inszenierung hat der aktuelle Jahrgang der Theaterakademie Mannheim Marius von Mayenburgs Stück „Der Hässliche“ ausgewählt. Eine sehr gute Idee: Das aus drei Männern und einer Frau bestehende Ensemble brachte eine rasante Komödie auf die Bühne des Theaters Felina- Areal. Regie führte der Nationaltheater- Schauspieler Sven Prietz. Die Wahrheit ist hart, und sie wird auch nicht beschönigt: Lette ist ein hässlicher Mensch, er sieht einfach absolut schauderhaft aus. Ohne Umschweife und ohne die mildernde Verwendung beschönigender Floskeln sagt ihm das seine Umgebung auch – seine Frau, sein Chef, sein Assistent sogar. Das ganze Gesicht ist so unmöglich, dass der Mann auf keinen Fall wie geplant die Präsentation seiner eigenen Erfindung – eines Steckverbinders – auf einem Kongress vornehmen kann. An dieser, allerdings auch wirklich nur an dieser Stelle ist die Fantasie des Zuschauers gefragt. Denn natürlich ist Markus Schultz, der den Lette spielt, überhaupt kein hässlicher Mensch, er sieht sogar ganz gut aus. Aber was sind das eigentlich auch für Kategorien: hässlich, gutaussehend? Wer definiert sie und wer entscheidet darüber, für wen welches Urteil gilt? Fragen, die Sven Prietz‘ Inszenierung ganz subtil und nebenbei stellt. Lettes Lösung des Problems besteht zunächst darin, sich – seines Selbstbewusstseins beraubt – auf den OP-Tisch eines Schönheitschirurgen (Benjamin Dami) zu legen, der die Verhübschung seines ach so furchtbar hässlichen Gesichts als „interessante Herausforderung“ begreift. Das Laken allerdings, das die Arzthelferin (Canan Kir) über den Patienten breitet, hat etwas von einem Leichentuch. Und tatsächlich stirbt hier etwas, in einem schleichenden Prozess, der mit der Operation begonnen hat: Lettes Identität. Weil er mit dem neuen Gesicht so erfolgreich ist, beginnt der Arzt es bald massenhaft zu vertreiben. Und plötzlich hat jeder diese Gesichtszüge, die gleiche Nase, die symmetrische Augenpartie. Sogar Karlmann, der Assistent (Felix Berchtold), sieht jetzt aus wie der neue Lette. Autor Marius von Mayenburg hat noch einige Elemente eingebaut, die die Komödie zur Farce werden lassen, und Regisseur Sven Prietz hat sie dankbar aufgenommen. Da taucht plötzlich eine reiche alte Frau auf, die Lette verführt, und zwar gemeinsam mit ihrem zur homosexuellen Attitüde neigenden Sohn. Allerdings sind sie sich bald nicht mehr sicher, wen sie da in ihrer Mitte haben – die sehen ja alle gleich aus. Auch Lettes Frau kann bald nicht mehr auseinanderhalten, mit wem genau sie ein außereheliches Verhältnis pflegt. Und am Ende weiß auch Lette selbst nicht mehr, wer er eigentlich ist: „Ich kann nicht leben ohne mich.“ Als die Geschichte komplett ins Groteske abzudriften droht, ist sie zu Ende erzählt. Genau rechtzeitig. Und die vier Mitglieder des Quartetts sind von Schauspielschülern zu Schauspielern geworden: mit einem großartigen Stück, wie sie es hoffentlich noch oft spielen werden – voller Tempo, Witz und Dynamik. Schon das Zuschauen hat wahnsinnig viel Spaß gemacht.
Quelle: RP
Foto: Simone Cihlar
Theaterakademie Mannheim
Holzbauerstr.6-8
68167 Mannheim
Karten unter 0621/3364886
http://der-haessliche.blogspot.de/
Schauspiel: Absolventinnen der Theaterakademie Mannheim begeistern mit Kinderstück.
"Die Kuh Rosmarie" am Theater Felina-Areal
Die ehemaligen Absolventinnen der Theaterakademie Mannheim begeistern mit Kinderstück.
Mit Judith Achner und Miriam Grimm
PRESSESTIMMEN:
Von der Premiere des Kinderstücks "Die Kuh Rosmarie" zeigten sich die Zuschauer hellauf begeistert. Die beiden jungen Schauspielerinnen lebten ihre Rollen mit erfrischender Unbekümmertheit aus, sausten in ihren Overalls und barfuß hin und her auf der kleinen Bühne, verwandelten sich mittels minimaler Requisiten und ausgeprägter Gestik ruckzuck in unterschiedlichste Tiere, Personen und auch Dinge. Einmal den alten Schlapphut übergestülpt, und schon ist der Bauer fertig. Die roten Handschuhe auf den Kopf gehalten – aha, ein Huhn. ... Es war schlichtweg atemberaubend. Zumal keine der Rollen eindeutig einer der beiden Darstellerinnen zuzuordnen war – auch hierin wechselten sie einander munter ab. Und hatten an ihrem Spiel wohl ebenso viel Freude wie ihr Publikum. ... Dass die Lösung nicht mit dem dicken Moral-Daumen aufgestrichen, sondern eher bei- und dennoch zwangsläufig präsentiert wird, macht den Charme des Stückes aus. Die Beweglichkeit der beiden Frauen, der Witz der Dialoge, die vielen eingeschobenen kleinen Neben-Ereignisse taten das Ihrige, um den Nachmittag zu einem reinen Vergnügen werden zu lassen. (Echo online 20.03.12)
Foto: Peter Hahn
Sonntag, 15.04.2012, 15 Uhr - Theater Felina-Areal Mannheim
Samstag, 21.04.2012, 15 Uhr - Theater Felina-Areal Mannheim
Theater Felina-Areal
Holzbauerstr. 6-8 / Mannheim Neckarstadt-Ost / 0621 - 33 64 88 6 | info@theater-felina-areal.de
Eintrittspreis: 8 € (Erwachsene) / 5 € (Kinder)
Die ehemaligen Absolventinnen der Theaterakademie Mannheim begeistern mit Kinderstück.
Mit Judith Achner und Miriam Grimm
PRESSESTIMMEN:
Von der Premiere des Kinderstücks "Die Kuh Rosmarie" zeigten sich die Zuschauer hellauf begeistert. Die beiden jungen Schauspielerinnen lebten ihre Rollen mit erfrischender Unbekümmertheit aus, sausten in ihren Overalls und barfuß hin und her auf der kleinen Bühne, verwandelten sich mittels minimaler Requisiten und ausgeprägter Gestik ruckzuck in unterschiedlichste Tiere, Personen und auch Dinge. Einmal den alten Schlapphut übergestülpt, und schon ist der Bauer fertig. Die roten Handschuhe auf den Kopf gehalten – aha, ein Huhn. ... Es war schlichtweg atemberaubend. Zumal keine der Rollen eindeutig einer der beiden Darstellerinnen zuzuordnen war – auch hierin wechselten sie einander munter ab. Und hatten an ihrem Spiel wohl ebenso viel Freude wie ihr Publikum. ... Dass die Lösung nicht mit dem dicken Moral-Daumen aufgestrichen, sondern eher bei- und dennoch zwangsläufig präsentiert wird, macht den Charme des Stückes aus. Die Beweglichkeit der beiden Frauen, der Witz der Dialoge, die vielen eingeschobenen kleinen Neben-Ereignisse taten das Ihrige, um den Nachmittag zu einem reinen Vergnügen werden zu lassen. (Echo online 20.03.12)
Foto: Peter Hahn
Sonntag, 15.04.2012, 15 Uhr - Theater Felina-Areal Mannheim
Samstag, 21.04.2012, 15 Uhr - Theater Felina-Areal Mannheim
Theater Felina-Areal
Holzbauerstr. 6-8 / Mannheim Neckarstadt-Ost / 0621 - 33 64 88 6 | info@theater-felina-areal.de
Eintrittspreis: 8 € (Erwachsene) / 5 € (Kinder)
Donnerstag, 5. April 2012
Schauspiel: Schauspieler Sven Prietz inszeniert die Komödie „Der Hässliche“ für die Absolventen der Mannheimer Theaterakademie
Schönheit ist nur eine abstrakte Größe
Er ist hässlich. Unfassbar hässlich. Eine Tatsache, Herrn Lette selbst bislang nicht bewusst, die sich nun zur unüberwindlichen Karrierebarriere auswächst - Handlanger Karlmann soll auf Geheiß des Chefs Lettes neuentwickelten "Starkstromstecker" an den Mann bringen. Dieser gilt zwar gemeinhin als inkompetent, sein Erscheinungsbild allerdings als ungleich weniger geschäftsschädigend. Zum Glück tut die moderne Medizin in Marius von Mayenburgs derber Komödie einen Lösungsweg auf: "Der Hässliche" wird zum unwiderstehlichen Glanzstück plastischer Chirurgie. Mittels mikrofonverstärkter OP-Orgie erfährt die Abschlussinszenierung der Theaterakademie Mannheim ihre folgenschwere Wendung, wachsen Lettes (Markus Schultz) berufliche und sexuelle Erfolge auf der reduzierten Felina-Areal-Bühne sprunghaft an, während Zuwendungen seiner Gattin (Canan Kir) in umgekehrt proportionalem Verhältnis schwinden.
Geschuldet ist das allein dem synthetischen, reproduzierbaren Antlitz. Es wird zum Verkaufsschlager seines Schöpfers (Benjamin Dami), und bald steht Lette einer sein Gesicht tragenden Phalanx gegenüber - der Mensch als entindividualisierte Ressource.
... Nationaltheater-Ensemblemitglied Sven Prietz versteht bei seinem Regiedebüt das maßvolle Haushalten mit dem schlüpfrigen Pointenreigen.
db
Quelle: Mannheimer Morgen, Montag, 02.04.2012
Foto: Simone Cihlar
Nationaltheater-Schauspieler Sven Prietz inszeniert zusammen mit Absolventen der Theaterakademie Mayenburgs „Der Hässliche“
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| Felix Berchtold als Karlmann in der Inszenierung "Der Hässliche" |
Nationaltheater-Schauspieler Sven Prietz inszeniert zusammen mit Absolventen der Theaterakademie Mayenburgs „Der Hässliche“
Seit fünf Jahren ist Marius von Mayenburgs Komödie „Der Hässliche“ ein Dauerbrenner an großen und kleinen Theatern. Über 60 Inszenierungen im In- und Ausland gab es seit der Uraufführung 2007 an der Berliner Schaubühne. Heute kommt eine weitere hinzu: Am Theater Felina-Areal bringen Schüler der Theaterakademie Mannheim die Geschichte auf die Bühne. Regie führt der Nationaltheater-Schauspieler Sven Prietz
Auf dem Chefsessel posieren? So nett er ansonsten ist, diesen Wunsch des Fotografen will Sven Prietz auf keinen Fall erfüllen. Arrogant zu wirken – diesen Eindruck will er unbedingt vermeiden. „Ich bin überhaupt nicht der Chef“, sagt er. „Wir erarbeiten hier etwas zusammen.“ Eine bemerkenswert
bescheidene Haltung – schließlich arbeitet Prietz in einem Beruf, in dem Eitelkeit eine wichtige Rolle spielt. Und genau das ist auch das Thema des Theaterstücks, das man ab heute im Theater Felina-Areal sehen kann. In „Der Hässliche“ erzählt der Berliner Dramatiker Marius von Mayenburg von einem Mann namens Lette, der so schlimm aussieht, dass er bei einem Kongress ein Produkt nicht präsentieren darf. Weil selbst seine Frau eine negative Sicht auf sein Äußeres hat, entschließt er sich zur Schönheitsoperation. Die gelingt, das neue Aussehen hat aber einen Schönheitsfehler: Der Arzt hat eine optische Veränderung von der Stange verkauft – und Lette läuft nun mit einem Allerweltsgesicht herum. Das Stück, das vordergründig als Komödie daherkommt, stellt ganz ernste Fragen nach dem Identitätsverlust und thematisiert die Schwierigkeit mit sich wandelnden Schönheitsidealen. „Was ist denn, wenn wir es geschafft haben und alle schön sind? Und was ist, wenn wir alle gleich schön aussehen?“, sagt Prietz. „Das sind die Fragen, die mich interessieren.“ Natürlich auch die ganz grundsätzlichen: Was ist überhaupt schön, was ist hässlich? Der Schauspieler, der Lette spiele, werde bewusst nicht hässlich dargestellt. Es gibt aber noch einen ganz anderen, viel pragmatischeren Grund, warum Prietz sich dazu entschieden hat, genau diesen Stoff zu inszenieren: Er war auf der Suche nach einem Stück, in dem die Rollen ausgewogen auf drei Männer und eine Frau verteilt sind. Denn bei dem Quartett, das bei „Der Hässliche“ auf der Bühne steht, handelt es sich um die Absolventen des aktuellen Jahrgangs der Schauspielschule Theaterakademie Mannheim, denen Prietz im Abschlusssemester Rollenunterricht gegeben hat. „Sie sollen gleichberechtigt die Chance haben, ihr Können zu präsentieren“, sagt Prietz. Dass zwei der Männer jeweils zwei Figuren spielen und die Frau neben zwei größeren auch eine kleinere Rolle, sei keine Notlösung, sondern vom Autor so angelegt. Deshalb eine Verwechslungs- oder Schenkelklopfer-Komödie zu inszenieren, lag Prietz allerdings sehr fern. Mit einem vielfältig einsetzbaren Tisch, besagtem Chefsessel und wenigen Requisiten ist das Bühnenbild sehr sparsam ausgefallen. „Wir wollen nicht, dass die Geschichte im Bühnenzauber erstickt“, sagt der Regisseur, der lacht, wenn er als solcher bezeichnet wird: „Die Hauptarbeit war eigentlich, das Stück zu finden.“ Aber die Arbeit mit dem Schauspiel- Nachwuchs mache ihm viel Spaß. Sven Prietz, der mit Schauspielchef Burkhard C. Kosminski ans Nationaltheater kam und jetzt seine sechste Spielzeit in Mannheim verbringt, hat selbst von 1997 bis 2000 an einer staatlichen Schauspielschule studiert, der Bayerischen Theaterakademie in München. Das Niveau der Theaterakademie Mannheim hält er für sehr gut, aber zur Frage der Perspektiven ihrer Absolventen schweigt er. Das ist nicht sein Terrain, und wo er sich nicht auskennt, hält er sich zurück.
Karten unter 0621/3364886.
Foto: Simone Cihlar
Quelle:Rp
Autor:Nicole Hess
MANNHEIM. Marius von Mayenburgs Komödie „Der Hässliche“ am Theater Felina-Areal
MANNHEIM. Marius von Mayenburgs Komödie „Der Hässliche“ feiert am Freitag, 30. März, 20 Uhr, Premiere im Theater Felina Areal (Holzbauerstr. 6-8). Die Produktion mit der Abschlussklasse der Theaterakademie Mannheim wurde von NTM-Schauspieler und Petersen-Preisträger Sven Prietz inszeniert.
Weitere Aufführungen des Spiels um Wahr- und Schönheit sind am 15.04│ 22.04 │ 09.05│10.05│26.05│27.05 │
zu sehen. Karten (12/6 Euro) unter 0621/33 64 88 6 oder per Mail an info@Theater-Felina-Areal.de. — mit Markus Schultz und Canan Kir Felix Berchtold und Benjamin Dami : Theater Felina-Areal.
Weitere Aufführungen des Spiels um Wahr- und Schönheit sind am 15.04│ 22.04 │ 09.05│10.05│26.05│27.05 │
zu sehen. Karten (12/6 Euro) unter 0621/33 64 88 6 oder per Mail an info@Theater-Felina-Areal.de. — mit Markus Schultz und Canan Kir Felix Berchtold und Benjamin Dami : Theater Felina-Areal.
Eine Produktion der Theaterakademie Mannheim
Foto: Simone Cihlar
Foto: Simone Cihlar
Montag, 5. März 2012
Premiere des Kinderstücks "die Kuh Rosmarie" am 18.03.2012
Die Premiere des Kinderstücks "die Kuh Rosmarie" steht vor der Tür. Die beiden Schauspielerinnen Judith Achner und Miriam Grimm sind im Kinderstück (ab 6 Jahren) von Andri Beyeler zu erleben.
Regie: Jürgen Flügge
mit Judith Achner und Miriam Grimm
Termine Hof-Theater-Tromm
Odenwald:
18.03.12, 15 Uhr (Premiere)
01.04.12, 15 Uhr
www.hof-theater-tromm.de
Termine Theater-Felina-Areal
Mannheim:
15.04.12, 15 Uhr
21.04.12, 15 Uhr
www.theater-felina-areal.de
Die Kuh Rosmarie
Ein Dorf wie andere Dörfer.
Um das Dorf herum: Felder und Wiesen.
Zwischen diesen Feldern und Wiesen: ein Bauernhof.
Auf dem Bauernhof:
Ein Schwein, das nichts lieber tut, als sich im Schlamm zu wälzen.
Ein Hund, der voller Vergnügen schmatzt, schlingt und sabbert.
Ein Huhn, das gerne Opernsängerin wäre.
Ein Bauernhof also wie jeder andere?
Warum schwimmt da ein Krokodil im Brunnen? Warum brüllt da ein Löwe im Stall und turnt ein Äffchen im Birnbaum? Und wo ist eigentlich die Kuh Rosmarie, die doch sonst immer überall auf dem Hof zur Stelle ist, um an allem und jedem herumzunörgeln?
Das erzählen die zwei Schauspielerinnen Judith Achner und Miriam Grimm und schlüpfen dabei mal in die Rolle der Kuh, mal in die des Huhns, bis der ganze Bauernhof und halb Afrika auf der Bühne versammelt sind und der Hof aus allen Nähten platzt.
Es ist eine Geschichte über Leben und Leben lassen, über Toleranz und Besserwissertum. Über die Suche nach einem Weg, trotz aller Unterschiedlichkeit einander respektvoll zu begegnen und miteinander zu leben.
Die Leitung der Theaterakademie Mannheim wünscht Euch viel Erfolg, Spaß und volle Häuser.
Euer Mario Heinemann Jaillet
Regie: Jürgen Flügge
mit Judith Achner und Miriam Grimm
Termine Hof-Theater-Tromm
Odenwald:
18.03.12, 15 Uhr (Premiere)
01.04.12, 15 Uhr
www.hof-theater-tromm.de
Termine Theater-Felina-Areal
Mannheim:
15.04.12, 15 Uhr
21.04.12, 15 Uhr
www.theater-felina-areal.de
Die Kuh Rosmarie
Ein Dorf wie andere Dörfer.
Um das Dorf herum: Felder und Wiesen.
Zwischen diesen Feldern und Wiesen: ein Bauernhof.
Auf dem Bauernhof:
Ein Schwein, das nichts lieber tut, als sich im Schlamm zu wälzen.
Ein Hund, der voller Vergnügen schmatzt, schlingt und sabbert.
Ein Huhn, das gerne Opernsängerin wäre.
Ein Bauernhof also wie jeder andere?
Warum schwimmt da ein Krokodil im Brunnen? Warum brüllt da ein Löwe im Stall und turnt ein Äffchen im Birnbaum? Und wo ist eigentlich die Kuh Rosmarie, die doch sonst immer überall auf dem Hof zur Stelle ist, um an allem und jedem herumzunörgeln?
Das erzählen die zwei Schauspielerinnen Judith Achner und Miriam Grimm und schlüpfen dabei mal in die Rolle der Kuh, mal in die des Huhns, bis der ganze Bauernhof und halb Afrika auf der Bühne versammelt sind und der Hof aus allen Nähten platzt.
Es ist eine Geschichte über Leben und Leben lassen, über Toleranz und Besserwissertum. Über die Suche nach einem Weg, trotz aller Unterschiedlichkeit einander respektvoll zu begegnen und miteinander zu leben.
Die Leitung der Theaterakademie Mannheim wünscht Euch viel Erfolg, Spaß und volle Häuser.
Euer Mario Heinemann Jaillet
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Dienstag, 24. Januar 2012
Schauspiel - Die Komödie "Der Hässliche" von Marius von Mayenburg wird an der Theaterakademie Mannheim geprobt
Die Abschlussinszenierung der AK 2012 "Der Hässliche" von Marius von Mayenburg wird am 30.3.2012 im Theater Felina-Areal Premiere haben. Die Studenten der Schauspielschule hier mit Sven Prietz vom Nationaltheater Mannheim bei einer Leseprobe.
Sonntag, 22. Januar 2012
Abschlussinszenierung der Absolventen des Jahrgangs 2012 an der Schauspielschule Mannheim
Die Leitung zur Abschlussinszenierung der Absolventen des Jahrgangs 2012 der Schauspielschule Mannheim steht nun fest. Sven Prietz, Schauspieler am Nationaltheater Mannheim und Dozent an der Theaterakademie, führt die Regie und Mario Heinemann Jaillet übernimmt die Choreographie für das Schauspiel von Marius von Mayenburg "Der Hässliche".
Die Hässlichen haben es oft schwer und werden aufgrund ihres Aussehens benachteiligt – im Beruf und im Privatleben – und daher liegt es heute für viele nahe, sich einer Schönheits-OP zu unterziehen. Doch ein hübsches Gesicht ist nicht unbedingt gleichbedeutend mit einem guten Charakter. Und was passiert, wenn plötzlich alle schön sein möchten, um sich einen Vorteil zu verschaffen?
„Der Hässliche“ von Marius von Mayenburg behandelt auf komödiantische Art den Wert und Unwert der Schönheit und den Verlust der eigenen Identität zugunsten des Aussehens.
Sven Prietz, geboren in Leipzig, studierte an der Bayerischen Theaterakademie/Hochschule für Musik und Theater München und war von 2001-2006 festes Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt. Seit 2006 ist er Ensemblemitglied des Nationaltheater Mannheim, wo er mit dem Arnold Petersen Preis ausgezeichnet wurde.
Mario Heinemann Jaillet studierte an der Palucca Schule Dresden (u.a. bei Gret Palucca, Hanne Wandtke, Patricio Bunster und Ruth Berghaus). Es folgten unterschiedliche Engagements als Tänzer sowie als Choreograph im In- und Ausland, u.a in China, Frankreich, Belgien, USA, Polen, und auf Kuba. 1991 gründete er mit Holger Bey das Freie Tanztheater Berlin, danach begann er ein vierjähriges Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. 1995 folgte Heinemann Jaillet der Einladung durch den französischen Kulturminister Jack Lang nach Paris. 2000 gründete er die Cie. MS Tanzwerk. Er und seine TanztheaterCompany wurde mit dem FringeNCY Overall Excellence Award in Choreography, in New York - USA ausgezeichnet. Der Choreograph Mario Heinemann Jaillet ist Preisträger des Stuttgarter Theaterpreis 2006
Bildquelle:
www.freunde.nationaltheater.de
www.wolfgang-detering.de
Samstag, 21. Januar 2012
Das Märchen "Der Zauberer von Oz" erfreut sich großer Beliebtheit bei Alt und Jung
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| Foto: Wolfgang Detering© |
Das liebevoll inszenierte Kindertheater der Schauspielschule Mannheim findet großes Interesse bei den Kleinen und Großen. Die ausverkauften Vorstellungen im Theater Felina-Areal bezeugen es. Am 29.01.12 und am 05.02.12 um jeweils 15.00 Uhr sind Dorothy, Vogelscheuche, Löwe und Blechmann nun nochmals zu sehen.
Karten unter
0621 / 33 64 88 6
oder:
info@theater-felina-areal.de
Regie: Ramona Ries
Mit: Sebastian Bourucki, Sabrina Czink, Yaroslava Gorobey, Frederike Howe, Diana Matthes, Dennis Rehner, Laura Schäfer, Melina Schöfer
Ein Stück frei nach dem Kinderbuch von L. Frank Baum
Für Kinder und Erwachsene ab 5 Jahren
Eintrittspreis: 8 € (Erwachsene) / 5 € (Kinder)
Karten unter
0621 / 33 64 88 6
oder:
info@theater-felina-areal.de
Weitere Informationen unter www.schauspiel-mannheim.de
Dienstag, 17. Januar 2012
Fräulein Braun am Theater Felina Areal in Mannheim
Am 21.2.2012 und am 22.02.2012, jeweils um 20.00 Uhr, gibt es das gefeierte Schauspiel im Theater Felina-Areal zu sehen.
Regie: Silvana Kraka
Choreographie: Mario Heinemann Jaillet
mit Miriam Grimm und Felix Berchtold
Ein Stück für eine Schauspielerin und einen Deutschen Schäferhund von Ulrich Hub
Pressestimme:
»...eine großartige Miriam Grimm…
...den verblendeten Eifer einer berechnenden, erbarmungs-losen Anhängerin des menschenverachtenden Regimes beherrscht die Theaterakademie-Absolventi n grandios. … Temporeich und präzise setzt Kraka Hubs bittere Komik in Szene und nicht zuletzt Mario Heinemann Jaillets glänzend verschliffene Choreographien runden den hervorragenden Theaterabend ab.«
„ … im Sommer geh ich schwimmen, im Winter lauf ich Schlittschuh“ Die junge Eva arbeitet bei einem Fotografen und träumt davon Filmstar zu werden. Sie wird stattdessen der Star am Fotoverkaufsstand ihres Chefs Hoffmann bei den Parteiversammlungen der aufstrebenden NSDAP. Im aufkeimenden Faschismus wurden die Hauptakteure der NSDAP verehrt wie heute Popstars. So verliebt sie sich auch in den Held der damaligen Zeit Adolf Hitler. Aus Schwärmerei wird Erpressung. Aus ihrem persönlichem Sieg und ihrer erzwungenem Partnerschaft zum größten Mann der Weltgeschichte, wird ein Gefängnisaufenthalt auf dem Obersalzberg begleitet von seinem Schäferhund, der mit der „Todesstrafe“ von beiden im Berliner Bunker endet. Ein unfassbares Stück deutsche Geschichte erzählt von der Warte deutscher Unschuld.
Fotografie: Wolfgang Detering © All rights reserved
Theater Felina-Areal
Holzbauerstr. 6-8
Mannheim / Neckarstadt-Ost
Karten unter
0621 / 33 64 88 6
oder: info@theater-felina-areal.de
www.theater-felina-areal.de
Die Produktion wurde durch das Kulturamt der Stadt Mannheim unterstützt.
Regie: Silvana Kraka
Choreographie: Mario Heinemann Jaillet
mit Miriam Grimm und Felix Berchtold
Ein Stück für eine Schauspielerin und einen Deutschen Schäferhund von Ulrich Hub
Pressestimme:
»...eine großartige Miriam Grimm…
...den verblendeten Eifer einer berechnenden, erbarmungs-losen Anhängerin des menschenverachtenden Regimes beherrscht die Theaterakademie-Absolventi
Mannheimer Morgen
„ … im Sommer geh ich schwimmen, im Winter lauf ich Schlittschuh“ Die junge Eva arbeitet bei einem Fotografen und träumt davon Filmstar zu werden. Sie wird stattdessen der Star am Fotoverkaufsstand ihres Chefs Hoffmann bei den Parteiversammlungen der aufstrebenden NSDAP. Im aufkeimenden Faschismus wurden die Hauptakteure der NSDAP verehrt wie heute Popstars. So verliebt sie sich auch in den Held der damaligen Zeit Adolf Hitler. Aus Schwärmerei wird Erpressung. Aus ihrem persönlichem Sieg und ihrer erzwungenem Partnerschaft zum größten Mann der Weltgeschichte, wird ein Gefängnisaufenthalt auf dem Obersalzberg begleitet von seinem Schäferhund, der mit der „Todesstrafe“ von beiden im Berliner Bunker endet. Ein unfassbares Stück deutsche Geschichte erzählt von der Warte deutscher Unschuld.
Fotografie: Wolfgang Detering © All rights reserved
Theater Felina-Areal
Holzbauerstr. 6-8
Mannheim / Neckarstadt-Ost
Karten unter
0621 / 33 64 88 6
oder: info@theater-felina-areal.de
www.theater-felina-areal.de
Die Produktion wurde durch das Kulturamt der Stadt Mannheim unterstützt.
3 Tolle Tage an der Schauspielschule
Die Theaterakademie Mannheim veranstaltet dieses Jahr wieder die 3 Tollen Tage.
3 Tage lang könnt ihr in den Alltag eines Schauspielschülers hinein schnuppern!
Wir bieten Euch:
Drei Tage lang das volle Unterrichtsprogramm an der Schauspielschule: Ihr erlebt den Alltag eines Schauspielschülers...und lernt unsere Dozenten kennen.
Auf dem Stundenplan stehen:
- Schauspieltraining
- Fechten
- Akrobatik
- Tanzen
- Ballett
- Körperarbeit
- Gesang
- Improvisation …
Außerdem könnt Ihr in den Pausen mit Schauspielstudentenquatschen, wie das so läuft an der Theaterakademie und im Beruf später.
Wann?
20.-22. Februar 2012
Montag: 9:30 - 16:00 Uhr
Dienstag und Mittwoch: 10:00 - 16:00 Uhr
Kosten für die drei Tage: 66,66 € (darin inbegriffen ist der Besuch der Vorstellung >Fräulein Braun< wahlweise Dienstag oder Mittwoch um 20 Uhr im Theater Felina-Areal).
Bitte bringt leichte Kleidung mit, in der Ihr euch gut bewegen könnt.
Anmeldungen bitte bis 10. Februar 2012 an:
office@theaterakademie-mannheim.de. Bitte gebt euer Alter an und beschreibt ein wenig eure Theatererfahrungen (ob ihr schon gespielt habt).
Wir freuen uns auf drei tolle Tage mit Euch!
3 Tage lang könnt ihr in den Alltag eines Schauspielschülers hinein schnuppern!
Wir bieten Euch:
Drei Tage lang das volle Unterrichtsprogramm an der Schauspielschule: Ihr erlebt den Alltag eines Schauspielschülers...und lernt unsere Dozenten kennen.
Auf dem Stundenplan stehen:
- Schauspieltraining
- Fechten
- Akrobatik
- Tanzen
- Ballett
- Körperarbeit
- Gesang
- Improvisation …
Außerdem könnt Ihr in den Pausen mit Schauspielstudentenquatschen, wie das so läuft an der Theaterakademie und im Beruf später.
Wann?
20.-22. Februar 2012
Montag: 9:30 - 16:00 Uhr
Dienstag und Mittwoch: 10:00 - 16:00 Uhr
Kosten für die drei Tage: 66,66 € (darin inbegriffen ist der Besuch der Vorstellung >Fräulein Braun< wahlweise Dienstag oder Mittwoch um 20 Uhr im Theater Felina-Areal).
Bitte bringt leichte Kleidung mit, in der Ihr euch gut bewegen könnt.
Anmeldungen bitte bis 10. Februar 2012 an:
office@theaterakademie-mannheim.de. Bitte gebt euer Alter an und beschreibt ein wenig eure Theatererfahrungen (ob ihr schon gespielt habt).
Wir freuen uns auf drei tolle Tage mit Euch!
Mittwoch, 28. Dezember 2011
Aufnahmeprüfungen an der Schauspielschule Mannheim
Die renommierte Schauspielschule in Mannheim lädt zum Vorsprechen ein.
Am 10.10.2014 ab 14.30 Uhr ab 14.30 Uhr öffnet das Ausbildungsinstitut für Schauspiel und Regie seine Türen. Die Dozenten und die Fachjury sichten die Begabungen der Interessenten und entscheiden im Anschluß der Prüfung über die Vergabe der begehrten Ausbildungsplätze.
Geprüft werden Bewegung, Gesang, Rolle.
weitere Informationen finden Sie auch unter www.schauspielschule-mannheim.de
Anmeldung ab sofort unter : office@theaterakademie-mannheim.de
oder telefonisch über Festnetz: 0621/12 47 127 siehe auch Kontakt.
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Donnerstag, 22. Dezember 2011
Vogelscheuche, Löwe und Blechmann
Schauspiel: Regiestudentin Ramona Ries inszeniert Frank Baums Erzählung "Der Zauberer von Oz" am Theater Felina Areal22.12., 17 Uhr, 23.12., 14 und 17 Uhr. Karten: 0621/12 47 24 5.
"Hier wimmelt es nur so von Hexen", bemerkt Glinda gleichsam beiläufig wie selbstverständlich, und man glaubt ihr gerne, schließlich zählt sie sich selbst zu dieser zweifelhaften Zunft. Aus dem Herzen der USA trug ein Wirbelsturm die kleine Dorothy hinein in diese eigentümliche Gesellschaft, wobei ihr spektakulärer Auftritt sogleich ein erstes Opfer forderte: Die böse Hexe des Ostens wurde auf der Bühne des Theater Felina Areal effektvoll unter Dorothys herabstürzendem Haus begraben.
Regiestudentin Ramona Ries verwirklichte mit den Schauspielschülern der Theaterakademie Mannheim ihre Sicht auf Lyman Frank Baums Erzählung "Der Zauberer von Oz" und übernahm damit erstmals die Verantwortung für einen ganzen Theaterabend. Erlöst von der unleidlichen Tyrannin, überreichen Munchkins Bewohner feierlich der unfreiwilligen Heroin das Paar Zauberschuhe der Hexe, ohne jedoch von dessen Kraft oder der von ihm ausgehenden Gefahr kundzutun: Die Schwester der Verstorbenen, welche im Westen ihrem unheilvollen Wirken nachgeht, soll noch Anspruch auf ihr Erbe erheben. Davon ahnen eine herrlich kindlich-naive Melina Schöfer in der Rolle Dorothys und Hund Toto, ein possierlicher, kulleraugenbesetzter Staubwedel, nichts. So schnell wie möglich wollen sie nach Hause ins beschauliche Kansas, von dem in der Fremde noch niemand gehört hat. Einzig Magier Oz, wohnhaft in der glamourösen Smaragdstadt, traut man die Lösung dieses Problems zu.
Auf dem Weg dorthin soll sich die Wunschliste jedoch deutlich verlängern. Eine aufgegabelte Vogelscheuche (Dennis Rehner) wünscht sich Verstand, ein feiger Löwe (Sebastian Borucki) Mut und der bezaubernde Blechmann ein Herz - hinreißend von Yaroslava Gorobey gespielt, wird gerade bei ihm eines offenbar: Keineswegs mangelt es den Gefährten am Beklagten, sondern lediglich an Selbstbewusstsein. Tapfer trotzt der Tross allen gesandten Gefahren, schlägt Krähen und eine Armee geflügelter Affen (Diana Matthess, Laura Schäfer und Sabrina Czink) in die Flucht und erfüllt die ihm gestellte Aufgabe.
Bravouröses Debüt
Eher zufällig gelingt Dorothy eine "Hexenschmelze", um die böse Hexe des Westens (Frederike Howe) zu bezwingen. Lediglich einige wenige Requisiten benötigt Ries zur Ausgestaltung ihrer kunterbunten Phantasiewelt. Ideenreich und humorvoll führt sie das engagierte Ensemble durch kurzweilige eineinhalb Märchen-Stunden und macht sich damit wohl selbst das schönste (Vor-)Weihnachtsgeschenk: Ihr Regiedebüt gelingt mit Bravour.
Quelle: Mannheimer Morgen
22. Dezember 2011
Foto: Wolfgang Detering
Mittwoch, 21. Dezember 2011
"Zauberer von Oz" - Schauspiel für Kinder in Mannheim
Viel Beifall gab es gestern zur Premiere der zweiten Kinderproduktion der Schauspielschule Mannheim in der diesjährigen Vorweihnachtszeit " Der Zauberer von OZ". Liebevoll inszeniertes Kindertheater von Ramona Ries. Sie ist Regiestudentin an der Theaterakademie. Die Schauspielschule Mannheim überzeugte bereits mit zahlreichen Kinderproduktionen und erzielte somit großes Publikumsinteresse über die Stadtgrenze hinaus. Die Theaterakademie ist aus der Kinder und Jugend-Theaterlandschaft Mannheims nicht mehr wegzudenken und hat sich ein Stammpublikum bestehend aus Kinderhäusern, Schulen und Schulhorten erspielt. Die künstlerisch eigenwilligen und spartenübergreifenden Adaptionen bekannter Geschichten sind zu einem Markenzeichen Mannheims geworden. Die Vorstellungen haben Kultcharakter und werden von Zuschauern aus der gesamten Metropolregion wahrgenommen.
Die Weihnachtsmärchen der Theaterakademie erfreuen sich wegen ihrer atmosphärischen, lebensnahen und spartenübergreifenden Umsetzung großer Beliebtheit und werden schon Monate im Voraus von der Bevölkerung Mannheims angefragt.
Die nächsten Vorstellungen sind am 21.12.11 um 16:00 Uhr, am 22.12.11 um 17:00 Uhr, am 23.12.11 um 14:00 Uhr und um 17:00 Uhr.
Regie: Ramona Ries
Mit: Sebastian Borucki, Sabrina Czink, Yaroslava Gorobey, Frederike Howe, Diana Matthes, Dennis Rehner, Laura Schäfer, Melina Schöfer
Für Kinder und Erwachsene ab 5 Jahren
Eintrittspreis: 8 € (Erwachsene) / 5 € (Kinder)
Karten unter
0621 / 33 64 88 6
oder:
info@theater-felina-areal.de
Eine Produktion der Theaterakademie Mannheim
mit freundlicher Unterstützung des Theater Felina-Areal
Foto: Wolfgang Detering
Die Weihnachtsmärchen der Theaterakademie erfreuen sich wegen ihrer atmosphärischen, lebensnahen und spartenübergreifenden Umsetzung großer Beliebtheit und werden schon Monate im Voraus von der Bevölkerung Mannheims angefragt.
Die nächsten Vorstellungen sind am 21.12.11 um 16:00 Uhr, am 22.12.11 um 17:00 Uhr, am 23.12.11 um 14:00 Uhr und um 17:00 Uhr.
Regie: Ramona Ries
Mit: Sebastian Borucki, Sabrina Czink, Yaroslava Gorobey, Frederike Howe, Diana Matthes, Dennis Rehner, Laura Schäfer, Melina Schöfer
Für Kinder und Erwachsene ab 5 Jahren
Eintrittspreis: 8 € (Erwachsene) / 5 € (Kinder)
Karten unter
0621 / 33 64 88 6
oder:
info@theater-felina-areal.de
Eine Produktion der Theaterakademie Mannheim
mit freundlicher Unterstützung des Theater Felina-Areal
Foto: Wolfgang Detering
Samstag, 10. Dezember 2011
Artmetropol.TV zum Schauspiel "Fräulein Braun"
Das WebTV aus der Metropolregion Rhein-Neckar berichtet über die erfolgreiche Schauspielproduktion von S.Kraka und M.Heinemann Jaillet. Die Regisseurin und der Choreograph inszenierten für die Schauspielerin Miriam Grimm und dem Schauspielstudenten der Schauspielschule Mannheim, Felix Berchtold, das Stück "Fräulein Braun" des Autors Ulrich Hub. Am 16.12.2011 um 20.00 Uhr wird die Produktion im Theater Felina-Areal in Mannheim zu sehen sein.
Schauspiel : Die Wiederaufnahme von "Fräulein Braun" ist am 21.02 und 22.02.2012 um jeweils 20.00 Uhr im Theater Felina-Areal . Die Kartenvorbestellung läuft unter 0621 / 33 64 88 6
oder: info@theater-felina-areal.de
ArtmetropolTV Beitrag zu "Fräulein Braun"
Theater Felina-Areal
Holzbauerstr. 6-8
Mannheim / Neckarstadt-Ost
Karten unter
0621 / 33 64 88 6
oder:
info@theater-felina-areal.de
Sie finden uns über:
www.theaterakademie-mannheim.de
http://fraeulein-braun.blogspot.com
Pressestimme:
»...eine großartige Miriam Grimm…
...den verblendeten Eifer einer berechnenden, erbarmungs-losen Anhängerin des menschenverachtenden Regimes beherrscht die Theaterakademie-Absolventin grandios. … Temporeich und präzise setzt Kraka Hubs bittere Komik in Szene und nicht zuletzt Mario Heinemann Jaillets glänzend verschliffene Choreographien runden den hervorragenden Theaterabend ab.«
Mannheimer Morgen
Schauspiel : Die Wiederaufnahme von "Fräulein Braun" ist am 21.02 und 22.02.2012 um jeweils 20.00 Uhr im Theater Felina-Areal . Die Kartenvorbestellung läuft unter 0621 / 33 64 88 6
oder: info@theater-felina-areal.de
ArtmetropolTV Beitrag zu "Fräulein Braun"
Theater Felina-Areal
Holzbauerstr. 6-8
Mannheim / Neckarstadt-Ost
Karten unter
0621 / 33 64 88 6
oder:
info@theater-felina-areal.de
Sie finden uns über:
www.theaterakademie-mannheim.de
http://fraeulein-braun.blogspot.com
Pressestimme:
»...eine großartige Miriam Grimm…
...den verblendeten Eifer einer berechnenden, erbarmungs-losen Anhängerin des menschenverachtenden Regimes beherrscht die Theaterakademie-Absolventin grandios. … Temporeich und präzise setzt Kraka Hubs bittere Komik in Szene und nicht zuletzt Mario Heinemann Jaillets glänzend verschliffene Choreographien runden den hervorragenden Theaterabend ab.«
Mannheimer Morgen
Dienstag, 6. Dezember 2011
Theatertipp in Mannheim-Die Frau an des Führers Seite
Ulrich Hubs Bühnenerfolg „Fräulein Braun“ mit Miriam Grimm im Mannheimer Theater Felina-Areal
„Fräulein Braun“ war das erste Theaterstück des Schauspielers
und Regisseurs Ulrich Hub. Seit der Uraufführung 1995 am Thalia Theater
in Hamburg ist es ein Dauerbrenner auf den Bühnen. Im Mannheimer
Felina-Areal gibt jetzt Miriam Grimm Hitlers Geliebte und Ehefrau
für einen Tag: eine Eva Braun, die vom feschen Mädel zur Figur
dunkler Geschichte wird.
Vier Kleider hängen an langen Schnüren auf der Bühne, die Outfits für unterschiedliche Lebenslagen. Das blau-weiße Schürzenkleid für das deutsche Mädel, dem man früher gerne das Adjektiv „blitzsauber“ gegeben hat. Ein langweiliges Blumenmuster für den Alltag im Schatten des Führers. Ein Nachthemd für die einsamen Stunden auf dem Obersalzberg. Und am seltensten trägt sie die silbern schimmernde Abendrobe. Schauspielerin wollte sie eigentlich werden und sich im Glamour sonnen. Ein Traum, aus dem bekanntlich nichts geworden ist. Als alle Kleider abgehängt sind, baumeln lauter lange Schnüre im Raum herum. In Silvana Krakas Inszenierung ist das ein Symbol dafür, dass nach 15 Jahren an der Seite Adolf Hitlers nur der Strick bleiben wird. Oder vielmehr das Gift. Der Zuschauer erlebt, wie eine junge Frau mit ganz normalen Mädchenträumen immer schwerere Schuld auf sich lädt. Es ist eine ganz feine Linie, die Miriam Grimm mit ihrem Spiel zieht: von der ersten Leberkäs-Semmel in München bis zum gemeinsamen Suizid in Berlin. Mehr und mehr definiert sich das Leben des blonden Naivchens darüber, was der Führer möchte und befiehlt. Während sie am Anfang „ums Verrecken nicht“ in die Partei eintreten möchte, maßregelt sie später alle, die kritische Bemerkungen machen, und verweigert einer Bekannten ihre Hilfe, deren Ehemann aus dem Lager zu holen. An Fräulein Brauns Seite ist „ein Deutscher Schäferhund“. Felix Berchtold spielt diese Rolle, in der sich ganz viele Figuren sammeln: der Hund, ein Hitlerjunge in kurzen Hosen, der Soldat mit Sturmhelm, Eva Brauns Gefährte. Überdies hat die Rolle die Funktion, Tempo in die Geschichte zu bringen, aus dem Monolog ein Bühnenereignis zu machen. Wenn Berchtold im Gleichschritt durch den Raum marschiert oder die beiden in sorgfältig austarierten Bewegungen miteinander eine Kampf- Performance hinlegen (Choreografie: Mario Heinemann Jaillet), ist viel Getöse in der Inszenierung. Aber dabei geht das psychologische Sezieren einer extrem ambivalenten Persönlichkeit, das der Autor in dem Stück angelegt hat, nie verloren. Eindringlich demonstriert Miriam Grimm die Zerrissenheit einer Frau, die alle Vorzüge ihrer Situation ausnutzt, ohne sich dem Grauen zu stellen, das in ihrer Umgebung verantwortet wird. Mit jeder Szene werden die Intervalle zwischen Depression und Hochgefühl kürzer, und schließlich helfen nicht einmal mehr die vor dem Führer verheimlichten Zigaretten. Die bitterste Erkenntnis kommt Eva Braun kurz vor dem Tod, ein Satz, der die Zerrissenheit dieser Figur zusammenfasst: „Ich bin nicht immer meiner Meinung."
TERMINE
Schauspiel : Die Wiederaufnahme von "Fräulein Braun" ist am 21.02 und 22.02.2012 um jeweils 20.00 Uhr im Theater Felina-Areal . Die Kartenvorbestellung läuft unter 0621 / 33 64 88 6
oder: info@theater-felina-areal.de
Quelle: RP
Foto: www.wolfgang-detering.de
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Mittwoch, 30. November 2011
Schauspielschule präsentiert den "Zauberer von Oz"
Ein Wirbelsturm trägt Dorothy und ihren Hund Toto in das geheimnisvolle Land Oz. Um wieder nach Hause zu kommen muss sie auf einer Straße aus gelben Ziegelsteinen zum Großen Zauberer von Oz in der Smaragdstadt. Auf ihrer abenteuerlichen Reise trifft sie auf eine Vogelscheuche, die sich Verstand wünscht, einen Blechholzfäller, der gerne ein Herz hätte und auf einen furchtsamen Löwen, dessen größter Wunsch es ist mutiger zu sein. Gemeinsam trotzen sie der bösen Hexe des Westens, die den Reisenden auf dem Weg zum großen Oz ständig Steine in den Weg legt, da sie unbedingt Dorothys Schuhe haben möchte.
Endlich in der Smaragdstadt angekommen, treffen sie auf den großen Zauberer, der ihnen aber nur hilft, wenn die fünf Reisenden die böse Hexe des Westens töten.
Regie: Ramona Ries
Mit: Sebastian Borucki, Sabrina Czink, Yaroslava Gorobey, Frederike Howe, Diana Matthes, Dennis Rehner, Laura Schäfer, Melina Schöfer
Für Kinder und Erwachsene ab 5 Jahren
Eintrittspreis: 8 € (Erwachsene) / 5 € (Kinder)
Karten unter
0621 / 33 64 88 6
oder:
info@theater-felina-areal.de
mit freundlicher Unterstützung des Theater Felina-Areal
Endlich in der Smaragdstadt angekommen, treffen sie auf den großen Zauberer, der ihnen aber nur hilft, wenn die fünf Reisenden die böse Hexe des Westens töten.
Regie: Ramona Ries
Mit: Sebastian Borucki, Sabrina Czink, Yaroslava Gorobey, Frederike Howe, Diana Matthes, Dennis Rehner, Laura Schäfer, Melina Schöfer
Für Kinder und Erwachsene ab 5 Jahren
Eintrittspreis: 8 € (Erwachsene) / 5 € (Kinder)
Karten unter
0621 / 33 64 88 6
oder:
info@theater-felina-areal.de
mit freundlicher Unterstützung des Theater Felina-Areal
weitere Vorstellungstermine: 22.12.11, 21.12.11, 23.12.11, jeweils 17.00 Uhr
Freitag, 18. November 2011
Schauspielschule begeistert mit Kinderstück
Premiere von „Urmel aus dem Eis“.
Das Urmel schlüpft wieder
Auf der Südseeinsel Titiwu führen die Inselbewohner ein unkompliziertes Leben, denn dort hausen Mensch und Tier friedlich nebeneinander. Ping, der Pinguin, ist ständig auf der Suche nach einem gemütlichen Schlafplatz. Besonders angetan hat es ihr die Muschel, in der jetzt Wawa, der Waran, haust. „Eine Mupfel, das wär’ was“, stößt sie begeistert aus. Ping kann nämlich zwar reden, hat aber leider einen kleinen Sprachfehler, so wie alle anderen Inselbewohner auch. Die Theaterakademie Mannheim präsentierte jetzt erstmals das Kinderstück „Urmel aus dem Eis“ im Theater Felina-Areal, das nach dem bekannten Kinderbuch von Max Kruse adaptiert wurde. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die tierischen Inselbewohner und ein Professor, der den Tieren Sprachunterricht erteilt hat. Ihr Leben gerät völlig durcheinander, als ein Urmelei in einem Eisberg an Land gespült wird – dabei gelten Urmel als längst ausgestorbenes Bindeglied zwischen Dinosauriern und Säugetieren.Von dieser seltenen Spezies bekommt auch Pumponell der 55., Hobbyjäger und König von Pumpelonien, zu hören und macht sich auf nach Titiwu. Gemeinsam müssen die Inselbewohner nun versuchen, das Urmel vor dem gierigen König zu retten. Bis auf den letzten Platz gefüllt Bei der Prämiere lockte die beliebte Kindergeschichte so viele Zuschauer in die kleine Spielhalle, dass bereits vor dem ersten Akt improvisiert werden musste: Kissen wurden zusammengerückt und Stühle angestellt, bis auch der letzte Platz gefunden hatte. In den vorderen Reihen drängten sich Kinder und schauten gebannt zu, als das Urmel aus seinem Ei schlüpft und quengelnde Laute von sich gibt. Für Kinder ab vier Jahren ist das Stück geeignet, aber ebenso auch für Erwachsene. Silvana Kraka, die zusammen mit Mario Heinemann Jaillet die Schauspielschule leitet, freut sich über den Prämierenerfolg. „Das Kindertheater verfolgt ganz andere Gesetze als Theater für Erwachsene“, sagt sie und erklärt: „Hier kommt es hauptsächlich auf die Fantasie an, und davon haben Kinder zum Glück genug.“ Und die jungen Schauspieler der Theaterakademie schaffen es problemlos, mit einfachen Requisiten und viel Witz, jeden in die wundersame Welt von Titiwu mitzunehmen; eine Welt, in der das saubere Hausschwein Wutz Mannemerisch redet und Wawa morgendliche Yogaübungen macht. Jeder Charakter besitzt einen individuellen Charme, der aus dem eineinhalbstündigen Stück ein witzig- unterhaltsames Theatererlebnis macht. Edgar Diel, der den immer melancholischen See-Elefanten Seelefant spielt, ist mit dem Ablauf der Prämiere zufrieden, obwohl gerade für ihn die platzbedingte Verzögerung zu Beginn nicht leicht war. „Meine Aufgabe war es, am Anfang die ganze Zeit zu singen. Und bis endlich alle saßen, habe ich einfach weiter gesungen“, sagt er schmunzelnd. Regisseur Patrick Borchardt studiert seit Mai an der Theaterakademie und hat mit „Urmel aus dem Eis“ sein erstes Werk inszeniert. Dabei wurde das Drehbuch auf kreative Weise umgesetzt. „Wir haben zum Beispiel mit viel Rhythmik und eigenen Choreographien gearbeitet. Und Seelefant mit seinem Gesang als Rahmen des Stücks ist komplett improvisiert“, sagt Borchardt. Gerade die musikalische Inszenierung der Inselwelt kam beim Publikum gut an. „Urmel aus dem Eis“ holt in jedem das Kind hervor und vermittelt gleichzeitig noch Werte. „Urmel befindet sich am Anfang in einer Außenseiterrolle, aber auch wer anders ist, wird in die Gemeinschaft aufgenommen“, fasst Borchardt zusammen. Die sechsjährige Linda hat Urmel auch in ihr Herz geschlossen. „Er ist das beste Tier und wichtig fürs ganze Theaterstück“, findet sie.
Mannheimer Morgen
Von unserer Mitarbeiterin
Corinna Hiss
Das Urmel schlüpft wieder
Auf der Südseeinsel Titiwu führen die Inselbewohner ein unkompliziertes Leben, denn dort hausen Mensch und Tier friedlich nebeneinander. Ping, der Pinguin, ist ständig auf der Suche nach einem gemütlichen Schlafplatz. Besonders angetan hat es ihr die Muschel, in der jetzt Wawa, der Waran, haust. „Eine Mupfel, das wär’ was“, stößt sie begeistert aus. Ping kann nämlich zwar reden, hat aber leider einen kleinen Sprachfehler, so wie alle anderen Inselbewohner auch. Die Theaterakademie Mannheim präsentierte jetzt erstmals das Kinderstück „Urmel aus dem Eis“ im Theater Felina-Areal, das nach dem bekannten Kinderbuch von Max Kruse adaptiert wurde. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die tierischen Inselbewohner und ein Professor, der den Tieren Sprachunterricht erteilt hat. Ihr Leben gerät völlig durcheinander, als ein Urmelei in einem Eisberg an Land gespült wird – dabei gelten Urmel als längst ausgestorbenes Bindeglied zwischen Dinosauriern und Säugetieren.Von dieser seltenen Spezies bekommt auch Pumponell der 55., Hobbyjäger und König von Pumpelonien, zu hören und macht sich auf nach Titiwu. Gemeinsam müssen die Inselbewohner nun versuchen, das Urmel vor dem gierigen König zu retten. Bis auf den letzten Platz gefüllt Bei der Prämiere lockte die beliebte Kindergeschichte so viele Zuschauer in die kleine Spielhalle, dass bereits vor dem ersten Akt improvisiert werden musste: Kissen wurden zusammengerückt und Stühle angestellt, bis auch der letzte Platz gefunden hatte. In den vorderen Reihen drängten sich Kinder und schauten gebannt zu, als das Urmel aus seinem Ei schlüpft und quengelnde Laute von sich gibt. Für Kinder ab vier Jahren ist das Stück geeignet, aber ebenso auch für Erwachsene. Silvana Kraka, die zusammen mit Mario Heinemann Jaillet die Schauspielschule leitet, freut sich über den Prämierenerfolg. „Das Kindertheater verfolgt ganz andere Gesetze als Theater für Erwachsene“, sagt sie und erklärt: „Hier kommt es hauptsächlich auf die Fantasie an, und davon haben Kinder zum Glück genug.“ Und die jungen Schauspieler der Theaterakademie schaffen es problemlos, mit einfachen Requisiten und viel Witz, jeden in die wundersame Welt von Titiwu mitzunehmen; eine Welt, in der das saubere Hausschwein Wutz Mannemerisch redet und Wawa morgendliche Yogaübungen macht. Jeder Charakter besitzt einen individuellen Charme, der aus dem eineinhalbstündigen Stück ein witzig- unterhaltsames Theatererlebnis macht. Edgar Diel, der den immer melancholischen See-Elefanten Seelefant spielt, ist mit dem Ablauf der Prämiere zufrieden, obwohl gerade für ihn die platzbedingte Verzögerung zu Beginn nicht leicht war. „Meine Aufgabe war es, am Anfang die ganze Zeit zu singen. Und bis endlich alle saßen, habe ich einfach weiter gesungen“, sagt er schmunzelnd. Regisseur Patrick Borchardt studiert seit Mai an der Theaterakademie und hat mit „Urmel aus dem Eis“ sein erstes Werk inszeniert. Dabei wurde das Drehbuch auf kreative Weise umgesetzt. „Wir haben zum Beispiel mit viel Rhythmik und eigenen Choreographien gearbeitet. Und Seelefant mit seinem Gesang als Rahmen des Stücks ist komplett improvisiert“, sagt Borchardt. Gerade die musikalische Inszenierung der Inselwelt kam beim Publikum gut an. „Urmel aus dem Eis“ holt in jedem das Kind hervor und vermittelt gleichzeitig noch Werte. „Urmel befindet sich am Anfang in einer Außenseiterrolle, aber auch wer anders ist, wird in die Gemeinschaft aufgenommen“, fasst Borchardt zusammen. Die sechsjährige Linda hat Urmel auch in ihr Herz geschlossen. „Er ist das beste Tier und wichtig fürs ganze Theaterstück“, findet sie.
Mannheimer Morgen
Von unserer Mitarbeiterin
Corinna Hiss
Donnerstag, 17. November 2011
Umjubeltes Schauspiel gibt Zusatzvorstellung
Die umjubelte Schauspielproduktion von S.Kraka und M.H.Jaillet "Fräulein Braun" von Ulrich Hub gibt am 16.12.11 um 20.00 Uhr im Theater Felina-Areal eine Zusatzvorstellung. Die Kartenvorbestellung läuft unter 0621 / 33 64 88 6
oder: info@theater-felina-areal.de
oder: info@theater-felina-areal.de
"Temporeich und präzise setzt Kraka Hubs bittere Komik in Szene und nicht zuletzt Mario Heinemann Jaillets glänzend verschliffene Choreografien runden den hervorragenden Theaterabend ab – Ovationen im Stehen.“ Mannheimer Morgen vom 15.11.2011
Regie: Silvana Kraka
Choreographie: Mario Heinemann Jaillet
Licht: Kevin Rigby/Mario Heinemann Jaillet
Video: Mario Heinemann Jaillet
mit Miriam Grimm und Felix Berchtold
Ein Stück für eine Schauspielerin und einen Deutschen Schäferhund
Eine Produktion von S.Kraka und M.H.Jaillet mit freundlicher Unterstützung durch das Theater Felina-Areal und dem Kulturamt der Stadt MannheimFoto:Mario Heinemann Jaillet
Dienstag, 15. November 2011
Ein hervorragender Theaterabend und Ovationen im Stehen.
Am 11.11.11 hatte das Stück "Fräulein Braun" von Ulrich Hub Premiere.
weitere Spieltermine: 3.12., 9.12.11 & 16.12.2011, jeweils 20.00 Uhr
Regie: Silvana Kraka
Choreographie: Mario Heinemann Jaillet
Licht: Kevin Rigby/Mario Heinemann Jaillet
Video: Mario Heinemann Jaillet
mit Miriam Grimm und Felix Berchtold
Ein Stück für eine Schauspielerin und einen Deutschen Schäferhund
Eine Produktion von S.Kraka und M.H.Jaillet mit freundlicher Unterstützung durch das Theater Felina-Areal und dem Kulturamt der Stadt Mannheim
"„Zwischen vier von der Decke herabhängenden Gewändern wechselt eine großartige Miriam Grimm als lebendige Figurine die Rollen der Braun, gibt sie zunächst kindlich-naiv, verwirrt von den ihr bislang unbekannten Gefühlen, und lässt bis zur Pause schlicht keinerlei Antipathien seitens des Publikums zu. Doch auch den verblendeten Eifer einer berechnenden, erbarmungslosen Anhängerin des menschenverachtenden Regimes beherrscht die Theaterakademie-Absolventin grandios. Daneben erweist sich Felix Berchtold in gleich mehreren Rollen als ausdauernder Garant für wohltuende Leichtigkeit. Sein bisweilen absurd-komisches Spiel entwickelt sich dabei gegenläufig, reicht von anfänglicher Faszination über Verbissenheit bis hin zur verzweifelten Resignation. Temporeich und präzise setzt Kraka Hubs bittere Komik in Szene und nicht zuletzt Mario Heinemann Jaillets glänzend verschliffene Choreografien runden den hervorragenden Theaterabend ab – Ovationen im Stehen.“ Mannheimer Morgen vom 15.11.2011
Holzbauerstr. 6-8
Mannheim / Neckarstadt-Ost
Karten unter
0621 / 33 64 88 6
oder: info@theater-felina-areal.de
www.theater-felina-areal.de
Graphik: Ursula Ingmanns
Holzbauerstr. 6-8
Mannheim / Neckarstadt-Ost
Karten unter
0621 / 33 64 88 6
oder: info@theater-felina-areal.de
www.theater-felina-areal.de
Graphik: Ursula Ingmanns
Donnerstag, 10. November 2011
Premiere "Fräulein Braun" in Mannheim
Schauspiel: Premiere im Felina-Theater
"Temporeich und präzise setzt Kraka und Heinemann Hubs bittere Komik in Szene und nicht zuletzt Mario Heinemann Jaillets glänzend verschliffene Choreografien runden den hervorragenden Theaterabend ab – Ovationen im Stehen.“ Mannheimer Morgen vom 15.11.2011
Mannheim. Was haben Eva Braun und ein Schäferhund gemeinsam? Die Liebe zum Theater. Jedenfalls in Ulrich Hubs Stück "Fräulein Braun", das am Freitag, 11. November, 20 Uhr, seine Premiere im Theater Felina-Areal in der Neckarstadt feiert. Unter der Regie von Silvana Kraka und Mario Heinemann Jaillet kommt eine irrwitzige Produktion mit Miriam Grimm und Felix Berchthold in den beiden Hauptrollen auf die Bühne.
Regie: Silvana Kraka/Mario Heinemann Jaillet
Choreographie: Mario Heinemann Jaillet
Licht: Kevin Rigby/Mario Heinemann Jaillet
Video: Mario Heinemann Jaillet
Es spielen Miriam Grimm und Felix Berchtold
Premiere am 11.11.2011 Theater Felina-Areal
© foto: M.H.Jaillet
weitere Informationen unter www.theater-felina-areal.de
und http://fraeulein-braun.blogspot.com
"Temporeich und präzise setzt Kraka und Heinemann Hubs bittere Komik in Szene und nicht zuletzt Mario Heinemann Jaillets glänzend verschliffene Choreografien runden den hervorragenden Theaterabend ab – Ovationen im Stehen.“ Mannheimer Morgen vom 15.11.2011
Mannheim. Was haben Eva Braun und ein Schäferhund gemeinsam? Die Liebe zum Theater. Jedenfalls in Ulrich Hubs Stück "Fräulein Braun", das am Freitag, 11. November, 20 Uhr, seine Premiere im Theater Felina-Areal in der Neckarstadt feiert. Unter der Regie von Silvana Kraka und Mario Heinemann Jaillet kommt eine irrwitzige Produktion mit Miriam Grimm und Felix Berchthold in den beiden Hauptrollen auf die Bühne.
Regie: Silvana Kraka/Mario Heinemann Jaillet
Choreographie: Mario Heinemann Jaillet
Licht: Kevin Rigby/Mario Heinemann Jaillet
Video: Mario Heinemann Jaillet
Es spielen Miriam Grimm und Felix Berchtold
Premiere am 11.11.2011 Theater Felina-Areal
© foto: M.H.Jaillet
weitere Informationen unter www.theater-felina-areal.de
und http://fraeulein-braun.blogspot.com
Sonntag, 6. November 2011
Die Mannheimer Schauspielschule präsentiert Kinderstück
Die Schauspielstudenten der Theaterakademie Mannheim präsentieren „Urmel aus dem Eis“
Kinderstück nach dem Buch von Max Kruse
Die Insel Titiwu ist eine scheinbar ganz normale Südsee-Insel mit Palmen, Strand, Meer … und Tieren.
Die Tiere sind jedoch alles andere als normal, denn sie können sprechen, was ihnen vom zerstreuten Professor Habakuk Tibatong und seinem Assistent Tim beigebracht wurde. Als eines Tages ein Eisberg mit einem ominösen Ei am Strand von Titiwu angespült wird, verändert sich das Leben auf der Insel völlig – könnte das wirklich das Ei einer vermeintlich längst ausgestorbenen Tierart sein? Ein Urmel-Ei? Und als Pumponell der 55., König von Pumpolonien und begeisterter Großwildjäger, davon erfährt, wird die Lage für Titiwu und seine Bewohner wirklich gefährlich.
„Urmel aus dem Eis“ – nach dem bekannten Kinderbuch von Max Kruse – ist nicht nur ein Stück für Kinder, sondern auch für alle, die mit Wutz, Wawa, Ping, Seele-Fant und vielen anderen die Stars ihrer Kindheit einmal auf der Bühne erleben möchten. Eine musikalische Reise auf die Insel der sprechenden Tiere. Däsäs Stöck wörd gantsch, gantsch srecklich pfön, öff öff.
Regie: Patrick Borchard
Licht: Kevin Rigby
Assistenz: Lorenz Kandzior
SO 13.11.2011 15:00 Uhr Premiere
SA 19.11.2011 15:00 Uhr
SO 20.11.2011 15:00 Uhr
SA 03.12.2011 15:00 Uhr
SO 11.12.2011 15:00 Uhr
SO 18.12.2011 15:00 Uhr
SO 11.12.2011 15:00 Uhr
SO 18.12.2011 15:00 Uhr
Eintrittspreis: 8 € (Erwachsene) / 5 € (Kinder)
Theater Felina-Areal
Holzbauerstr. 6-8
Mannheim / Neckarstadt-Ost
Karten unter
0621 / 33 64 88 6oder:
info@theater-felina-areal.de
mit freundlicher Unterstützung des Theater Felina-Areal und dem Kulturamt der Stadt Mannheim
Freitag, 14. Oktober 2011
Mannheimer Schauspielstudenten überzeugen in Heidelberg
Roter Teppich für die Zuschauer
Don’t believe the Hype
... ganz besonders haben dem Berichterstatter Volker Oesterreich über alle Tage hinweg die Performances der Mannheimer Schauspielstudenten gefallen...
Die Resonanzen zur Kooperation mit dem Theater der Stadt Heidelberg, bestärkt die künstlerische Leitung der Schauspielschule (Mario Heinemann und Silvana Kraka).
... Der Weg ist auch hier das Ziel, und so sorgen Schauspielstudenten der Mannheimer Theaterakademie unter der Leitung von Veit Güssow glänzend dafür, dass einem das bisweilen anstrengende Getrappel nicht langweilig wird. So reihen sich die in Gruppen schwadronierenden Zuschauer auf rotem Teppich in Richtung Stadtteil Bergheim, einem inszenierten Einlass nach Berlins Kultdisco "Berghain" zu. Passiert man die grimmigen Türsteher jauchzt vom Balkon eine Opernchorsängerin "Hyper, Hyper". Kein Schritt ohne Performance um Autorenschnellverwertung: Hinter dem Romanischen Seminar tippen Jungautoren in "Autorenburnout 2011" an Schreibmaschinen, um Texte schnell dem mittigen Feuer anheimzugeben....
Quelle: www.nachtkritik.de
Don’t believe the Hype
... ganz besonders haben dem Berichterstatter Volker Oesterreich über alle Tage hinweg die Performances der Mannheimer Schauspielstudenten gefallen...
Die Resonanzen zur Kooperation mit dem Theater der Stadt Heidelberg, bestärkt die künstlerische Leitung der Schauspielschule (Mario Heinemann und Silvana Kraka).
... Der Weg ist auch hier das Ziel, und so sorgen Schauspielstudenten der Mannheimer Theaterakademie unter der Leitung von Veit Güssow glänzend dafür, dass einem das bisweilen anstrengende Getrappel nicht langweilig wird. So reihen sich die in Gruppen schwadronierenden Zuschauer auf rotem Teppich in Richtung Stadtteil Bergheim, einem inszenierten Einlass nach Berlins Kultdisco "Berghain" zu. Passiert man die grimmigen Türsteher jauchzt vom Balkon eine Opernchorsängerin "Hyper, Hyper". Kein Schritt ohne Performance um Autorenschnellverwertung: Hinter dem Romanischen Seminar tippen Jungautoren in "Autorenburnout 2011" an Schreibmaschinen, um Texte schnell dem mittigen Feuer anheimzugeben....
Quelle: www.nachtkritik.de
© Fotografie: Mario Heinemann Jaillet
Schauspielschule begeistert in "Don't believe the Hype"
Schauspiel: Unter dem Motto "Don't believe the Hype" setzt Heidelbergs Intendant Holger Schultze auf die zweite Dramatikerchance
Auf dem richtigen Dampfer
Auf der Baustelle des Heidelberger Theaters ist was los: Schwadronierende Zuschauer mit Armbändchen unterschiedlicher Farbe bahnen sich ihren Weg von Zweitaufführung zu Zweitaufführung. Die Blauen müssen jetzt nach links, die Gelben werden auf den roten Teppich in Richtung Bergheim geschickt; genauer: einem inszenierten Einlass nach Berlins Kultdisco "Berghain" zu. Passiert man die grimmigen Türsteher, jauchzt vom Balkon eine Opernchorsängerin im besten Technosopran "Hyper, Hyper".
Auch am zweiten und dritten Tag des Heidelberger Eröffnungsmarathons besorgt Veit Güssow mit Studierenden der Mannheimer Theaterakademie den originellen Rahmenfahrplan für Intendant Holger Schultzes Hype gegen den Uraufführungshype. Und so ruht Autor Robert Woelfl als "Armer Poet 2011" und Tableau vivant in romantischer Spitzweg-Manier in finsteren Probebühnengängen. An einer Neckarschleuse dürfen hingegen Autoren im Stile einer Wetten-dass-Außenwette Gummitiere ins trübe Wasser werfen, in der Hoffnung, dass sie eine im Kran thronende Verlagsmitarbeiterin herausfischt...
"Erreger" und Desinfektion
Von Straßenbahnstewardessen frisch desinfiziert, geht es im Pfaffengrund einem gefährlichen Virus entgegen: Albert Ostermaiers "Trader" ist ein kaltblütiger Börsianer, dessen Gehirn nur aus Aktienkursen zu bestehen scheint. Dann stürmen drei Männer in Schutzanzügen sein Büro und transportieren ihn ab. "Erreger" heißt Ostermaiers Monolog, der beim Stückemarkt einst ausgezeichnet und später auch als Gastspiel in der Inszenierung von Lars-Ole Walburg mit Thomas Thieme in Heidelberg gezeigt wurde.
Lag Thieme festgeschnallt auf einem OP-Tisch, springt in der Inszenierung Andrea Thiesens nun ein quicklebendiger Jonas Gruber als "Trader in Quarantäne" durch einen zum Wartezimmer umfunktionierten Kantinenraum, immer noch sicher, Herr der Lage zu sein. Fasziniert lauschen wir den ideologischen Befindlichkeiten dieses Ekelpakets bis zu seinem finalen Sprung aus dem Fenster. Sein egomanischer Kapitalismus-Virus hat sich, Ostermaier wusste es früh, längst zur globalen Pandemie ausgeweitet.
Positive Aussichten lässt auch der "Schwarm" des von Autor Marius von Mayenburg nicht näher gefassten Personenkreises aus Eltern, Großeltern, Erziehungsberechtigten und besorgten Nachbarn nicht zu. Zehn ist die Kleine und Auslöser erwachsener Spekulationen. Da läuft was, man ist sich sicher. Ihre Puppe habe sie im Sandkasten begraben, einen härteren Ausdruck habe ihr Gesicht angenommen: Das Kind plant ein Attentat!
Eine Seefahrt, die ist lustig
Gründliche Leute aus der Vorstadt sind es in der leicht unbedarften Inszenierung Sahar Aminis, denen es vor dem eigenen Nachwuchs graust: ein stupendes Stück Spekulationsdramatik, dessen Inszenierung durch nerviges Stellwandgeschiebe weit hinter die Qualität der deutschsprachigen Erstaufführung Burkhard C. Kosminskis am Mannheimer Nationaltheater (2009) fällt.
Am dritten Tag geht's auf hohe See, na ja, immerhin auf den Neckardampfer "Europa", wo Gernot Grünewald Rebekka Kricheldorfs "Das Ding aus dem Meer" adäquat rasant in Szene setzt. Carlas Berufung zur Oberärztin soll mondän gefeiert werden, doch kaum sticht das Schiff in See, wird der "Sinnvoll-leben-Domina" (Nicole Averkamp) der feste Boden unter den Füßen entzogen.
Ihr Lebensabschnittsgefährte ist Chefredakteur einer Herrenzeitschrift also "Tittenmagazinvorsteher" (Stefan Reck) und bald darauf tot. Verantwortlich ist "das Ding aus dem Meer", jenes geheimnisvolle Tier in uns, das man besser nicht sichten sollte, wenn die Wogen hoch schlagen. Für dramaturgisches Gelingen ist Carlas beste Freundin Berenice (herrlich: Christina Rubruck) verantwortlich, deren Erzählton und Zynismus dem Drama gesellschaftssatirischen Biss geben.
Dass es auf Seereisen in unterschiedlichen Buchungsklassen, unterschiedlich viel zu beißen gibt, ist bekannt. Über stark divergierende Buchungsmotivationen allerdings informiert uns im Lokal "Horn of Africa" Philipp Löhles Kurzdrama "Wenn ihr kein Brot habt, dann esst halt Kuchen". In der schlichten wie gelungenen Inszenierung Kieran Joels überkreuzt Löhle handwerklich höchst geschickt im scheinbaren Dialog zweier Schiffbrüchiger die Reiseberichte eines Luxuskreuzfahrers und eines Somalia-Flüchtlings: bitterböse und schaurig schön.
Ralf-Carl Langhals
Mannheimer Morgen
11. Oktober 2011
Auf dem richtigen Dampfer
Auf der Baustelle des Heidelberger Theaters ist was los: Schwadronierende Zuschauer mit Armbändchen unterschiedlicher Farbe bahnen sich ihren Weg von Zweitaufführung zu Zweitaufführung. Die Blauen müssen jetzt nach links, die Gelben werden auf den roten Teppich in Richtung Bergheim geschickt; genauer: einem inszenierten Einlass nach Berlins Kultdisco "Berghain" zu. Passiert man die grimmigen Türsteher, jauchzt vom Balkon eine Opernchorsängerin im besten Technosopran "Hyper, Hyper".
Auch am zweiten und dritten Tag des Heidelberger Eröffnungsmarathons besorgt Veit Güssow mit Studierenden der Mannheimer Theaterakademie den originellen Rahmenfahrplan für Intendant Holger Schultzes Hype gegen den Uraufführungshype. Und so ruht Autor Robert Woelfl als "Armer Poet 2011" und Tableau vivant in romantischer Spitzweg-Manier in finsteren Probebühnengängen. An einer Neckarschleuse dürfen hingegen Autoren im Stile einer Wetten-dass-Außenwette Gummitiere ins trübe Wasser werfen, in der Hoffnung, dass sie eine im Kran thronende Verlagsmitarbeiterin herausfischt...
"Erreger" und Desinfektion
Von Straßenbahnstewardessen frisch desinfiziert, geht es im Pfaffengrund einem gefährlichen Virus entgegen: Albert Ostermaiers "Trader" ist ein kaltblütiger Börsianer, dessen Gehirn nur aus Aktienkursen zu bestehen scheint. Dann stürmen drei Männer in Schutzanzügen sein Büro und transportieren ihn ab. "Erreger" heißt Ostermaiers Monolog, der beim Stückemarkt einst ausgezeichnet und später auch als Gastspiel in der Inszenierung von Lars-Ole Walburg mit Thomas Thieme in Heidelberg gezeigt wurde.
Lag Thieme festgeschnallt auf einem OP-Tisch, springt in der Inszenierung Andrea Thiesens nun ein quicklebendiger Jonas Gruber als "Trader in Quarantäne" durch einen zum Wartezimmer umfunktionierten Kantinenraum, immer noch sicher, Herr der Lage zu sein. Fasziniert lauschen wir den ideologischen Befindlichkeiten dieses Ekelpakets bis zu seinem finalen Sprung aus dem Fenster. Sein egomanischer Kapitalismus-Virus hat sich, Ostermaier wusste es früh, längst zur globalen Pandemie ausgeweitet.
Positive Aussichten lässt auch der "Schwarm" des von Autor Marius von Mayenburg nicht näher gefassten Personenkreises aus Eltern, Großeltern, Erziehungsberechtigten und besorgten Nachbarn nicht zu. Zehn ist die Kleine und Auslöser erwachsener Spekulationen. Da läuft was, man ist sich sicher. Ihre Puppe habe sie im Sandkasten begraben, einen härteren Ausdruck habe ihr Gesicht angenommen: Das Kind plant ein Attentat!
Eine Seefahrt, die ist lustig
Gründliche Leute aus der Vorstadt sind es in der leicht unbedarften Inszenierung Sahar Aminis, denen es vor dem eigenen Nachwuchs graust: ein stupendes Stück Spekulationsdramatik, dessen Inszenierung durch nerviges Stellwandgeschiebe weit hinter die Qualität der deutschsprachigen Erstaufführung Burkhard C. Kosminskis am Mannheimer Nationaltheater (2009) fällt.
Am dritten Tag geht's auf hohe See, na ja, immerhin auf den Neckardampfer "Europa", wo Gernot Grünewald Rebekka Kricheldorfs "Das Ding aus dem Meer" adäquat rasant in Szene setzt. Carlas Berufung zur Oberärztin soll mondän gefeiert werden, doch kaum sticht das Schiff in See, wird der "Sinnvoll-leben-Domina" (Nicole Averkamp) der feste Boden unter den Füßen entzogen.
Ihr Lebensabschnittsgefährte ist Chefredakteur einer Herrenzeitschrift also "Tittenmagazinvorsteher" (Stefan Reck) und bald darauf tot. Verantwortlich ist "das Ding aus dem Meer", jenes geheimnisvolle Tier in uns, das man besser nicht sichten sollte, wenn die Wogen hoch schlagen. Für dramaturgisches Gelingen ist Carlas beste Freundin Berenice (herrlich: Christina Rubruck) verantwortlich, deren Erzählton und Zynismus dem Drama gesellschaftssatirischen Biss geben.
Dass es auf Seereisen in unterschiedlichen Buchungsklassen, unterschiedlich viel zu beißen gibt, ist bekannt. Über stark divergierende Buchungsmotivationen allerdings informiert uns im Lokal "Horn of Africa" Philipp Löhles Kurzdrama "Wenn ihr kein Brot habt, dann esst halt Kuchen". In der schlichten wie gelungenen Inszenierung Kieran Joels überkreuzt Löhle handwerklich höchst geschickt im scheinbaren Dialog zweier Schiffbrüchiger die Reiseberichte eines Luxuskreuzfahrers und eines Somalia-Flüchtlings: bitterböse und schaurig schön.
Ralf-Carl Langhals
© Fotografie: Mario Heinemann Jaillet
Quelle:Mannheimer Morgen
11. Oktober 2011
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