Montag, 26. September 2011

Premiere am Theater Felina-Areal "Fräulein Braun"

Ein Stück für eine Schauspielerin und einen Deutschen Schäferhund von Ulrich Hub

Regie: Silvana Kraka
mit Miriam Grimm und Felix Berchtold

eine Produktion von S.Kraka und M.H.Jaillet 
in Zusammenarbeit mit dem Theater Felina-Areal

„ … im Sommer geh ich schwimmen, im Winter lauf ich Schlittschuh“ Die junge Eva arbeitet bei einem Fotografen und träumt davon Filmstar zu werden. Sie wird stattdessen der Star am Fotoverkaufsstand ihres Chefs Hoffmann bei den Parteiversammlungen der aufstrebenden NSDAP. Im aufkeimenden Faschismus wurden die Hauptakteure der NSDAP verehrt wie heute Popstars. So verliebt sie sich auch in den Held der damaligen Zeit Adolf Hitler. Aus Schwärmerei wird Erpressung. Aus ihrem persönlichem Sieg und ihrer erzwungenem Partnerschaft zum größten Mann der Weltgeschichte, wird ein Gefängnisaufenthalt auf dem Obersalzberg begleitet von seinem Schäferhund, der mit der „Todesstrafe“ von beiden im Berliner Bunker endet. Ein unfassbares Stück deutsche Geschichte erzählt von der Warte deutscher Unschuld.

Fotografie: Mario Heinemann Jaillet © All rights reserved

Theater Felina-Areal
Holzbauerstr. 6-8
Mannheim / Neckarstadt-Ost
Karten unter
0621 / 33 64 88 6
oder: info@theater-felina-areal.de

Dienstag, 13. September 2011

MS TANZWERK bei FREIER TANZ IM DELTA II

MS TANZWERK ist auch diesmal wieder beim Tanzwochenende im Theater Felina-Areal dabei.
"SOMEBODY’S ALWAYS HUNGRY" heißt die neue Kreation. UA am 18. 09. 2011 um 19.00 Uhr.
Es tanzt und spielt die Schauspielerin Miriam Grimm
Fotografie: Mario Heinemann Jaillet/MS TANZWERK © All rights reserved









Theater Felina-Areal
Holzbauerstr. 6-8
Mannheim / Neckarstadt-Ost

Erleben Sie das Potential der Freien Tanzszene!
ChoreographInnen und TänzerInnen des Rhein-Neckar-Deltas sowie Gäste gestalten ein gemeinsames Wochenende.
Es erwarten Sie viele Premieren, Stücke von 5 – 20 Minuten Länge von der Klassik über Modern bis zur Danceperformance.
Außerdem begehen wir an diesem Wochenende den 300. Geburtstag des Komponisten und Dirigenten Ignaz Holzbauer, dem Namenspatron der Straße, in der sich unser Eingang befindet.
Deshalb gibt es am 18. September zwei seiner Sinfonien mit Choreographien von Mario Heinemann Jaillet alias MS TANZWERK und Luches Huddleston JR zu sehen, die musikalische Leitung hat Michael Sekulla.
Eintritt: 12 € / 6 € (ermäßigt)
Karten unter
0621 / 33 64 88 6
oder:
info@theater-felina-areal.de

Montag, 15. August 2011

Vom Tänzer zum Choreographen




TANZSZENE RHEIN-NECKAR
Mario Heinemann Jaillet ist Leiter von MS-Tanzwerk

Mario Heinemann Jaillet ist Leiter der von ihm gegründeten Compagnie MS-Tanzwerk, seit etwa vier Jahren auch der Theaterakademie Mannheim sowie Dozent an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart.
Nach einer von radikalen Wechseln geprägten Laufbahn als Tänzer und Choreograph hat er in Mannheim gefunden, was er verwirklichen
wollte.

Mario Heinemann ist Absolvent der renommierten Palucca Schule in Dresden. Schon als Neunjähriger war er ins Ballett-Internat gesteckt worden; mit 13 war ihm klar, dass er Tänzer werden wollte. "Ich bin ein Gewächs der DDR pur", lächelt er heute, "als hoffnungsvoller Künstler privilegiert, aber in ein enges Korsett gezwängt." Nach der Ausbildung trater, wie die meisten jungen Tänzer, ins EWE ein, ins Erich-Weinert-Ensemble in Ostberlin. Die Mitglieder mussten nicht in der Nationalen Volksarmee dienen, aber vor ihr zur Erbauung tanzen und die rote Fahne schwingen. Während seiner Ausbildungszeit in Dresden nahm Mario Heinemann an einem Treffen ostdeutscher und französischer Choreographen teil. Es war das prägende Erlebnis seiner Jugend. Nach dem Fall der Mauer gründete er mit Holger Bey das Freie Tanztheater Berlin. Gleichzeitig studierte er Choreographie an der Hochschule Ernst Busch und schloss mit Auszeichnung ab. Es drängte ihn in die künstlerische Freiheit des Choreographierens und in die räumliche Freiheit der weiten Welt. Er tanzte in vielen Ländern und stellte eigene Choreographien vor. Pina Bausch und Johann Kresnik waren seine Leitbilder.Er macht aber kein choreographisches Theater, sondern Tanztheater,in dem die Betonung auf Tanz liegt. In einem festen Engagement hielt es Mario Heinemann nie lange. In Cottbus und Greifswald war er eine Weile als Tänzer und Choreograph beschäftigt. "Es war das Eingespielte", sagt er. "Ich kriege mein Geld, komme über die Runden. Aber warum mache ich das?" Mit dem "Mut der Verzweiflung" habe er sich wieder in die freie Szene gestürzt.1995 folgte Mario Heinemann einer Einladung des französischen Kulturministers Jacques Lang nach Paris. Dort verliebte er sich und heiratete die Tänzerin Sophie Jaillet aus der Suisse Romande. Gemeinsam gründeten sie 2000 in Heidelberg die freie Compagnie MS-Tanzwerk. Sie wurde auf viele Festivals eingeladen und errang in New York den begehrten Fringe Award für Choreographie. 2006 gewann Mario Heinemann Jaillet den Stuttgarter Theaterpreis. Mario kümmert sich um die Choreographie, Sophie um die Produktion. Äußerst kritisch gegenüber der Leistungsfähigkeit des eigenen Körpers, haben sie aufgehört, selbst zu tanzen. Sie arbeiten mit wechselnden professionellen Tänzerinnen und Tänzern. Nach dem Tänzer Mario Heinemann Jaillet ist jetzt nicht nur der Choreograph am Ball, sondern auch der Pädagoge. In Stuttgart an der Staatlichen Hochschule und an der Theaterakademie Mannheim. Er ist hier für den Bereich Tanz und Bewegung zuständig und teilt sich mit der Regisseurin Silvana Kraka in die Leitung.Aus der pädagogischen Arbeit wurde eine neue Leidenschaft. Zusammen mit der Tänzerin und Tanzpädagogin Gaelle Morello hat Mario Heinemann Jaillet das Projekt "Tanz bewegt Schule" ins Leben gerufen. In zwei Grundschulen in Mannheim- Waldhof erproben Kinder der zweiten Klasse, was Tanz ist. Mario Heinemann Jaillet fühlt sich in Mannheim wohl mit allem, was er hier tut. Ein sicheres Auskommen? "Das hat man als freier Künstler nie", sagt er, "aber die Freiheit künstlerischer Arbeit. Ich sage schon meinen Studenten: Es ist eure persönliche Entscheidung, ob ihr im festen Engagement in einer Compagnie tanzen oder euch selbständig durchschlagen wollt." Für letzteres gebe es in der Rhein-Neckar-Region mancherlei Möglichkeiten. Nach Berlin zieht es ihn im Moment nicht zurück.

Quelle: Rheinpfalz
Foto: Kunz-Hartmann

Donnerstag, 14. Juli 2011

Erlerntes Bühnenhandwerk glänzend unter Beweis stellt.

Schauspiel: Absolventen der Theaterakademie zeigen in einer Werkschau ihre Arbeiten

Jedem Anfang wohnt bekanntlich ein Zauber inne und dennoch ist bei den Absolventenwerkschauen der Theaterakademie Mannheim immer auch etwas Wehmut spürbar  angesichts einer meist ungewissen Zukunft fällt wohl jedem der Abschied schwer. Grund zur Freude haben die fünf jungen Schauspielerinnen am Ende ihrer dreijährigen Ausbildung dennoch zur Genüge. Die Prüfungen sind überstanden, alle Noten vergeben und so können sie sich erleichtert mit ihren Abschlussarbeiten im Theater Felina Areal ein vorerst letztes Mal dem Mannheimer Publikum präsentieren. Ob sie als Euripides’ Iphigenie verzweifelt, als Ewald Palmetshofers Dani aus hamlet ist tot. keine schwerkraft Sinnfragen stellt oder fordernd Brechts Barbara-Song interpretiert von antiker Versdichtung bis hin zur zeitgenössischen Postdramatik reicht das Repertoire, mit dem Nadine Münger ihr erlerntes Bühnenhandwerk glänzend unter Beweis stellt. Nach München wird sie ihr Weg nun führen, wo sie in Heiko Diez’ Uraufführung „Jane the Quene die Rolle der Elisabeth Tudor spielt. Eine Bühnenkarriere steht auch bei Katharina Wenz ganz oben auf der Wunschliste, Fuß fassen will sie aber zunächst im Bereich der Werbung oder als Synchronsprecherin.Auf der Rampe wusste sie als Annika aus Sathyan Rameshs Die ganzen Wahrheiten oder traumatisiertes Mädchen in Philip Ridleys Disneykiller durch enorme Wandelbarkeit zu gefallen. Ganz dem Komödienfach sieht sich Eva Sauter verpflichtet. Zwar will auch sie keine Möglichkeit unversucht lassen – ihrem Traum, einem eigenen Varieté- Programm, wünscht man nach einer atemberaubenden artistischen Tanzdarbietung und dem urkomischen Musik-Beitrag Ich wünsch’ mir einen Vorderzahn indes (Hugo Wiener, Klavier: László Artmann- Szithó) bestes Gelingen.

Dennis Baranski
Quelle: www.morgenweb.de

Glücksgefühle beim Tanzen

Tanzen, Choreografieren, Unterrichten – Gaelle Morello hat zu allem Lust. Sie ist gerade dabei, sich selbst
zu entdecken und von Mannheim aus ihre unterschiedlichen Ansätze zu erproben. Eines jedoch weiß sie genau: Sie möchte nicht wieder im festen Engagement tanzen, sondern in der freien Szene tätig sein.In Deutschland gebe es dafür bessere Voraussetzungen als in ihrem Heimatland Frankreich. Eine dieser Voraussetzungen heißt Mario Heinemann Jaillet. Gaelle Morello tanzt in seiner Compagnie MSTanzwerk und macht mit ihm das Projekt „Tanz bewegt Schule“. Gemeinsam suchen sie zweimal in der Woche zwei Grundschulen in Mannheim-Waldhof auf. In jeweils zwei Doppelstunden heißt es dann für die Zweitklässler nicht Schreiben, Lesen, Rechnen oder Turnen, sondern: Wie bewege ich meinen Körper? Rhythmische Körperbewegung hält Leib und Seele zusammen, wo sie durch Bewegungsarmut und Hyperaktivität auseinanderdriften. Wenn daraus Tanz wird, führt sie zu Glücksgefühlen, die sogar das Leben verändern können.
Quelle: www.rheinpfalz.de