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Samstag, 16. April 2011

Abschlussinszenierung der AK2011

THEATERAKADEMIE MANNHEIM

Die Sieben Todsünden ist das diesjährige Stück der Abschlussklasse.

Komödie von Andreas Schmidt und Luci van Org

Premiere: FR 6. Mai, 20 Uhr

weitere Vorstellungen: SA 7., FR 13., SA 14., FR 20. & SA 21. Mai, 20 Uhr

Eintrittspreis: 12 € / 6 € (ermäßigt)
Regie: Tino Lindenberg

mit Marion Bott, Jacqueline Griesser, Gina Müller, Nadine Münger, Katrin Reuter, Eva Sauter und Katharina Wenz

Dass Frauen und Sünde zusammengehören, ist schon seit Adam und Eva kein Geheimnis mehr. Deswegen gehören in "Die Sieben Todsünden" selbige auch zu sieben Frauen, die noch dazu unterschiedlicher nicht sein könnten.
Anlässlich der eigentlich perfekt geplanten Traumhochzeit des Konzernerben Rex Reinmann mit Wetterfee Vanessa Schulte treffen sie alle auf der Damentoilette des dafür angemieteten Märchenschlosses zusammen.
Doch es herrscht Ausnahmezustand: Vanessa hat sich kurz vor der Zeremonie in einer der WC-Kabinen eingeschlossen. Durch nichts und niemanden lässt die Braut sich jetzt dazu bewegen, wieder herauszukommen oder wenigstens den Grund für ihr Verhalten zu äußern.
Die Hochzeit droht zu platzen. Auch deshalb, weil jede der Frauen ihr eigenes, schmutziges Geheimnis mit sich herumträgt. Abgründe tun sich auf!
Die Inszenierung gewährt Einblicke in tiefste Handtaschengeheimnisse und gibt Preis, was wir schon immer über Frauen wissen wollten.


weitere Informationen zur Abschlussinszenierung der AK 2011 der Schauspielschule Mannheim unter :
http://die-sieben-todsuenden.blogspot.com

Quelle: Theatertexte.de/ Tino Lindenberg
Fotografie: Damian Irzik © All rights reserved
Grafik: leporella-design.de ©

Samstag, 23. Oktober 2010

Reifeprüfung auf der Bühne

 Absolventenwerkschau der Theaterakademie Mannheim begeistert im Felina Areal


Etwas wehmütig ist die Stimmung im Theater Felina Areal, als sich die fünf Studenten der Theaterakademie Mannheim ein letztes Mal in ihren Prüfungsrollen präsentierten. „Nach dreieinhalb Jahren Studium sind wir
bereit. Doch wofür eigentlich? Für die Bretter, die die Welt bedeuten?“, lautet die kollektive Frage im Angesicht einer ungewissen Zukunft. Dass sie auf selbigen längst heimisch geworden sind, stellten die Absolventen in kurzen Szenen eindrucksvoll unter Beweis. Tatsächlich war es nur ein Gastauftritt, mit dem sie bei der vergangenen Werkschau im Frühjahr dem eigentlichen Prüfling Nicolas Menze regelrecht die Schau stahlen: In Martin Sperrs „Jagdszenen aus Niederbayern“ durfte Miriam Grimm nun auch prüfungsrelevant glänzen und brillierte darüber gemeinsam mit Andreas Krüger in Shakespeares „Der Widerspenstigen  Zähmung“. Dieser kam erst über Umwege nach Mannheim: Dutzende Absagen trennten ihn von seinem Traum, Schauspieler zu werden. Sieht man ihn heute als traumatisierten Kriegsheimkehrer in Borcherts  „Draußen vor der Tür“ verzweifeln oder meisterhaft Palmetshofers elliptischen Sprachstil handhaben, mag man diese Leidensgeschichte kaum glauben.  

„Natürlich das Thalia Theater“ Ein ehrgeiziges Ziel hat sich auch Judith Achner gesetzt: „Das Thalia Theater in Hamburg, natürlich!“ Als wahnsinnige Ada aus Dacia Marainis „Stravaganza“, aber auch als aufmüpfiges Dienstmädchen in Jean Genets „Die Zofen“ weiß sie zu gefallen. Allein auf die Zentrale  Auslandsund Fachvermittlung (ZAV), in die alle diesjährigen Absolventen aufgenommen wurden, wollen sie sich nicht verlassen: Gemeinsam mit Ivona Puseljic und Daniel Baczyk werden sie in Gruppenvorspielen um die Gunst der Schauspielhäuser Deutschlands werben. Dabei können sie auch nach ihrem Abschied auf die
Unterstützung der Akademie zählen: „Die Dozenten und die Schulleitung helfen uns, wo sie können“, lobt  Achner. Stefan Deege hat bereits konkrete Vorstellungen von seiner nahen Zukunft: „Ich habe erkannt, dass es mich eher zur Selbstdarstellung, denn zum Schauspiel zieht.“ Mit seinem kurpfälzischen Mundart- Kabarettprogramm „Graf Rotz“ bewarb er sich bereits am Theater Sapperlot in Lorsch. Auch Helene  Bohrmann verfolgt einen Plan: Als Mitbegründerin der freien Theatergruppe „Der Petunientopf“, schreibt und inszeniert sie schon seit 2003 eigene Stücke: „Ich hatte das Projekt lange hinten angestellt, da ich mich ganz und gar auf meine Ausbildung konzentrieren wollte. Nun werde ich dort weitermachen, wo ich aufgehört habe.“ Ganz gleich, wohin es die jungen Mimen verschlagen wird: Dass sie für den hart umkämpften  Arbeitsmarkt gerüstet sind, belegte ein mehr als unterhaltsamer Abschlussabend. Und so wohnt auch ihrem neuen Anfang gewiss ein Zauber inne.

Quelle: Mannheimer Morgen
Dennis Baranski

Freitag, 5. Juni 2009

Absolventen Werkschau am 19.06 und 30.06 um 20.00 UHR



Liebe Freunde der Theaterakademie,
es ist vollbracht, unsere Absolventen präsentieren ihre Abschlussarbeiten. Die
Ergebnisse können sich sehen lassen.

Unsere Abschlussklasse ist bereit zum Durchstarten, unsere Nestflüchter sind Flügel gewachsen und sie präsentieren sich ein letztes Mal mit ihren Prüfungsrollen.
Die Werkschau ist eine Plattform um dem Zuschauer Einblicke in den Unterricht zu gewähren. So ist die Werkschau eine einmalige Gelegenheit für Theaterinteressenten, die Lust auf einen Blick hinter die Kulissen haben. In dem Fall besonders, denn Sie sehen unseren Abschlussjahrgang, mit genau den Rollenausschnitten, die sie der Prüfungskommission vorstellten.
Erarbeitet wurden Szenen von Wedekind, Tschechov, Stevensen, Schimmelpfennig Schnitzler, Walsh ....durch unsere Dozenten: Thorsten Danner, Ronald Funke, Silja von Kriegstein,Ragna Pitoll, Nadine Schwitter.
Die Absolventen Werkschau findet erstmals im Theater im Felina-Areal statt. Dies
befindet sich direkt hinter der Theaterakademie, in der Holzbauerstraße 6-8.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen
Silvana Kraka und Mario Heinemann Jaillet
Schulleitung


Karten ab sofort unter : office@theaterakademie-mannheim.de
oder telefonisch: 0621/12 47 127

Samstag, 2. Mai 2009

Schauspielschule begeistert mit Werkschau


Schöne Aussichten inklusive

In den knapp über zehn Jahren ihrer Existenz hat die Mannheimer Theaterakademie
einige Sturmböen und Dürrezeiten überstehen müssen. Man denke nur an die turbulenten Vorgänge, die den Leitungswechsel vor zwei Jahren begleiteten, der dem Ausbildungshaus eine wohltuende Neuorientierung brachte.
Beim Spiel der Schüler auf der „Semester Werkschau“ war von vergangenen Scherereien allerdings nichts zu merken.In zehn gemeinsam von Schülern und Dozenten erarbeiteten Kurzszenen zeigte der schauspielerische Nachwuchs im frisch eröffneten Theater Felina Areal großzügiges Mimentheater.
Schule für den harten Alltag. „Wir wissen, wie schwer es Schauspieler im Alltag haben können und wollen sie alle gut darauf vorbereiten“ sagt Mario Heinemann Jaillet von der Schulleitung. Die gute Vorbereitung ist auch ein Grund dafür, dass man hier mit den Eleven schon früh in der Ausbildung direkt in die szenische Rollenarbeit einsteigt. Das ist nicht unbedingt üblich an Theaterschulen, doch konnte der Abend diesem Ansatz nur recht geben.
Vom Erstsemester bis zu Mitgliedern der Abschlussklasse stellte sich die Mannschaft solide und bisweilen großartig den szenischen Herausforderungen. Herrliche Wechselbäder besorgten Helene Bohrmann mit ihrem lauten Monolog aus „Ganze Tage – Ganze Nächte“ und Elisabeth Schlicksupp als Schnitzlers Fräulein Else in einer dicht abgesteckten Sofanummer. Daniel Baczyk bestellte als überaus ordnungsliebender Malvolio amüsantes Shakespearetum auf dem Dielenboden, derweil Andreas Krüger und Ildiko Preszly sich im schwülen Streit an der „Endstation Sehnsucht“ trafen. Nicht zu vergessen ein drollig verclowntes und präzise intoniertes „What Shall We Do With The Drunken Sailor“ vom jüngst gegründeten Chorprojekt der Akademie. Großer Applaus dementsprechend auch aus den begeisterten Stuhlreihen
für einen mehr als unterhaltenden Abend und die schönen Aussichten der Nachwuchsmimen.

Bernd Mand
Mannheimer Morgen